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Das wilde Waldgebirge gehört in Deutschland zu den klassischen Wanderregionen
schlechthin. Wo sonst findet man so vielfältige, nahezu unbegrenzte Wandermöglichkeiten!
Entlang von Flüssen, über sonnige Wiesenrücken oder durch schattige Waldtiefen,
hinauf auf Berge und zu Aussichtspunkten führen gut markierte, oft mit gemütlichen
Rastplätzen ausgestattete Wanderwege.
An dieser Stelle gebührt Dank all jenen, die mithelfen, daß Markierungen, Hinweistafeln
und Informationen am Wegrand das Wandern im Waldgebirge so einfach, sicher und
interessant machen. In letzter Zeit entstanden vielerorts „Themenwege“, die jede
Menge Information bieten. Auch Lehrpfade zu den unterschiedlichsten Bereichen
sind beliebte Wanderziele. Der Nationalpark Bayerischer Wald lädt mit seiner „Felswanderzone“,
dem „Waldgeschichtlichen Wandergebiet“ oder dem „Seelensteig“ zu ganz besonders
attraktiven Aktivitäten ein.
In Bezug auf Länge und Ausdauer verlangen manche Touren schon Kondition und eine
Portion Fitness. Alle die aber, die keine sportlichen Höchstleistungen anstreben,
sondern genießen, Land, Leute und seine kulturellen Schätze kennen lernen möchten,
finden im Waldgebirge ungezählte lohnende Möglichkeiten.
Wer mit Muße wandert, ein offenes Auge für die Schönheiten am Wegrand und offene
Ohren für |
die Laute der Natur hat, wer Ruhe sucht und reine Luft atmen möchte, dem wird
sich im Waldgebirge ein Paradies erschließen. Auch kleine Wanderungen garantieren
Erholung und viele unvergeßliche Eindrücke.
Beachten sollte jeder Wanderer, daß Wegzeichen auch einmal verschwinden können,
z.B. durch umgestürzte Bäume. Oder mehrere Wegzeichen führen zu Verwirrung, alte
Zeichen sind schlecht leserlich oder haben keine Gültigkeit mehr. Gutes Kartenmaterial
und Orientierung an festen, unveränderbaren Landschaftspunkten hilft dann am besten
weiter.
Zweckmäßige Kleidung und vor allem gutes Schuhwerk sind im Waldland ein Muß,
denn es ist nun mal ein „wildes Waldgebirge“, mit Felsen, Nässe, oft ruppigen
Steigen und weit voneinander entfernten Einkehrmöglichkeiten. Deshalb sollten
Getränke und Eßbares immer im Rucksack dabei sein. Die Rastplätze an den Wanderwegen
sind meist an wunderschönen, schattigen Stellen angelegt. Sie sind aber nicht
„mit Bedienung“. Bitte, Ihr Wanderer, räumt die Reste Eurer Brotzeit wieder ab
und nehmt den Abfall mit. Es ist doch viel appetitlicher, in sauberer Umgebung
seine Brotzeit zu genießen.
Die meisten Wanderführer nennen in ihren Touren als Zeitangabe die reine Gehzeit.
Mit Rast und Besichtigungen können sich solche Angaben weit hinausziehen. Gerade
Kindern machen Abschweifungen und „Entdeckungsreisen“ den größten Spaß. Planen
Sie deshalb genügend Zeit ein, denn es gibt vieles zu sehen und zu entdecken im
wilden Waldgebirge! |