| Kriegsnöte veranlaßten vor langer Zeit Mönche aus dem Kloster Niederalteich an
der Donau, tief in die unendlichen Wälder des Waldgebirges zu ziehen. Tag um Tag
marschierten sie, sich einen Weg bahnend, durch den damaligen Urwald, bis sie
sich endlich an einem kleinen Bach niederließen. Aus ihren Zellen entstand später
die Ortschaft Patersdorf.
Nicht nur Mönche waren geflohen, auch Fratres waren mit ihnen gezogen. Als man
einen geeigneten Platz zur Niederlassung gefunden hatte, bekamen die Fratres die
Order, den Wald in der Umgebung zu roden. Gemeinsam versuchte man, das Stückchen
Land urbar zu machen. Nicht weit von der Ansiedlung der Patres wurden auch die
Fratres seßhaft, auch sie gaben der späteren Ortschaft den Namen: Fratersdorf
entstand. |