| Früher führte die Straße nach Wildenranna noch durch den Burgstall. Dort stand
in alter Zeit stets eine Frau am Weg, die einen Laib Brot und ein Messer in Händen
hielt. Die Leute beachteten sie überhaupt nicht.
Eines Tages kam aber ein Fuhrmann daher, der sich verspätet hatte und schon sehr
hungrig war. Er nahm den Laib, schnitt sich einen Keil Brot ab, reichte ihn der
Frau wieder und sagte: „Gott vergelt´s dir tausendmal!“ Von da ab wurde das Brotweib
nie mehr gesehen. |