| Im Drachselsrieder Schloß lebte Anfang des 17. Jh. ein reicher Mann, der seine
Untergebenen sehr schlecht behandelte. Es verging wohl kein Tag, an dem ihn nicht
irgendeiner verfluchte. Als während des 30jährigen Krieges die Schweden auch den
Bayerischen Wald heimsuchten, flohen die ohnehin so geplagten Bewohner von Drachselsried,
erzählten dem Feind aber vom Reichtum ihres Herrn.
Der aber hatte seine ganzen Schätze in Truhen und Kisten gefüllt und auf der
Frath, einem Bergrücken in der Nähe des Dorfes, vergraben. Die Schweden drangen
schließlich ins Schloß ein, fanden aber nur wenig, was sich zum Mitnehmen rentierte.
Sie witterten aber den Braten und zwangen den Schloßherrn, ihnen zu verraten,
wo er seine Schätze versteckt habe. Er wollte sich aber nicht von seinem Reichtum
trennen und behauptete, nichts weiter zu besitzen. Da marterten ihn die Schweden
zu Tode. Der Schatz aber wurde bis heute nicht gefunden. |