| Der Schwemmberger war ein großer, aber geiziger Bauer. Beim Verkauf seines Getreides
benützte er ein Maß, das weit unter dem richtigen Maß lag. Dadurch betrog er Brauer
und Händler, aber auch kleine Leute, die von ihm ihr Brotgetreide kauften.
Nach seinem Tod fand seine Seele ob solcher Schandtaten keine Ruhe. Immer wieder
berichteten Leute, die in die Nähe des Schwemmberger-Hofes kamen, daß sie seine
Stimme gehört hätten. Er habe ihnen zugerufen: „Bi da Schwemmberger Baua, muaß
sitz´n am Roa, hab im Leb´n vui Leut betrog´n: Mei Metz´n war z´ kloa.“ Viele,
viele Jahre soll es gedauert haben, bis er durch Gebete und Messen erlöst wurde. |