| Der Greisinger Hochwald ist von vielen wunderschönen Wanderwegen durchzogen.
Gleich mehrere führen an der „Hölzernen Hand“ vorbei. Wie diese Stelle zu ihrem
Namen kam, erzählt eine alte Sage:
Im Hochwald verirrte sich einmal ein Mann. Lange suchte er nach einem Weg, einer
Spur, um wieder aus dem schier endlosen Waldgebiet heraus zu finden. Nicht einmal
Kirchenglocken hatten ihm irgendwann einmal die Richtung angedeutet. Deshalb tat
er ein Gelübde: Er wolle jedes Jahr einmal zum „Hirmo“, dem hl. Hermann, nach
Bischofsmais wallfahren, wenn er wieder aus dem Wald herausfinde.
Nicht lange, da hörte er ein Rascheln im Gebüsch. Ein kleines, altes Weiblein
trat heraus, schaute ihn an und wies in eine Richtung. „Da lang?“ fragte er und
die Alte nickte. Tatsächlich war er noch vor dem Dunkelwerden in Greising.
Der Mann hielt sein Gelübde und ließ zusätzlich an der Stelle, wo ihm Hilfe gewährt
wurde und die er sich gut gemerkt hatte, eine Säule errichten und daran eine aus
Holz geschnitzte Hand befestigen, die in die seinerzeit eingeschlagene Richtung
zeigt |