| Es war in der Mettennacht. In einem Bauernanwesen in der kleinen Siedlung Hötzelsberg
bei Hohenau war nur die Großmutter daheim. Alle anderen Hofbewohner waren zur
Christmette gegangen. Der Bauer hatte zuvor seiner alten, aber noch ganz rüstigen
Mutter ein Gewehr gegeben und gesagt, wenn während seiner Abwesenheit jemand auf
den Hof käme, wäre das bestimmt nichts Rechtes und sie solle darauf schießen.
Tatsächlich kamen zwei Männer. Sie waren aber recht umgänglich und höflich und
baten darum, einen Bienenstock für kurze Zeit abstellen zu dürfen. „Stellt ihn
nur hin fürs Fenster!“ genehmigte die Alte den Wunsch und sah darin nichts Böses.
Die Männer stellten den Stock an die genannte Stelle und verschwanden wieder.
Nach einer Weile bemerkte die Frau, daß sich der Bienenstock bewegte. Sie packte
das Gewehr und schoß darauf. Dann sah sie, daß Blut aus dem Stock lief. In dem
Moment kamen die Mettengänger heim. Der Bauer packte sofort den Korb. Darinnen
saß ein schwerverletzter Mann. Die beiden anderen hatten ihn zu Einbrechen ins
Haus getragen. |