| Auf der Burg Puchberg, hoch über der Buchberger Leite, lebten lange Zeit gefürchtete
Raubritter. Heute künden von der Burg nur noch einige Mauerreste. In den tiefen
Kellern, die im Inneren der Felsen versteckt waren, lagerten die Raubritter ihr
Diebesgut.
Ungeheure Schätze sollen das gewesen sein, so erzählt man noch heute. Und sie
hatten einen grausigen Wärter: Ein riesiger Drache bewachte die Keller. Nur manchmal,
des nachts, kam er ins Freie und zog einen furchtbar langen Schwanz hinter sich
her.
Eines Nachts, als er wieder einmal hoch über der Schlucht auf den Felsen lag,
hörte er aus der Tiefe ein Rumoren. Neugierig beugte er sich über die Felsen,
die heutige Schloßleite. Dabei verlor er das Gleichgewicht und stürzte in die
Tiefe. Im steinigen Bett der Ohe hat er sein Leben ausgehaucht. Das Geschlecht
der Puchberger ist wenig später auch erloschen. |